Startseite | Ehemalige | Im Ausland | 10 Monate im burkinischen Ouaga

Ehemalige

schule_1968Waren Sie auch einmal Schüler/in des NGO? Wir suchen unsere Ehemaligen!
Mehr Informationen

10 Monate im burkinischen Ouaga PDF Drucken
Ehemalige - Im Ausland

Karl1Der angekündigte Vortrag von Karl Kelschebach, einem ehemaligen Schüler des Neuen Gymnasiums, über sein Auslandsjahr in Burkina Faso fand im Internationalen Jugendprojektehaus statt und wurde von der Akademie der Evangelisch Lutherischen Kirche in Oldenburg unterstützt. Die Atmosphäre war gemütlich und die interessierten Zuhörer warteten gespannt auf den Erfahrungsbericht.

Unterrichten an der größten Schule

Karl Kelschebach arbeitete während seines Aufenthaltes in Burkina Faso, genauer gesagt in der Hauptstadt Ouagadougou (kurz: Ouaga), in der größten Schule dort: am Lycée Philipp Zinda Kaboré, wo ungefähr 5000 SchülerInnen unterrichtet werden. In seiner Rolle als Assistenzlehrer betreute er u.a. die Deutsch AG. Im Rahmen dieser Arbeitsgemeinschaft stellte er zusammen mit einem Französisch-Kurs vom Neuen Gymnasium unter der Leitung von Marina Arians ein Projekt zu dem Thema „Bonheur“, übersetzt: „Glück“, auf die Beine.

Karl4Bis die Entscheidung fiel

An diesem Abend beschreibt der Referent aber nicht nur seine Tätigkeit vor Ort, sondern erläutert anschaulich die Situation, in der er sich vor Antritt der Reise befand. In seinem Inneren sei es teilweise sehr durcheinander gegangen. Es hätten sich verschiedene Stimmen zu Wort gemeldet, was wohl durchaus auch auf andere Menschen zutreffe, die sich entscheiden ins Ausland zu gehen und eine soziale Arbeit zu übernehmen. Vor allem habe sich die Frage gestellt, ob man selbst dazu überhaupt in der Lage sei und ob man nicht ein Jahr verschwende. Auch von Angst spricht Karl Kelschebach. Er habe sich natürlich über die Bedingungen in einem Entwicklungsland informiert, aber sich möglicherweise mit Krankheiten wie Malaria zu infizieren, rief immer wieder Angst hervor. Auch die hohe Überfallrate im Land ließ Zweifel an der Richtigkeit der Entscheidung aufkommen. Ein weiterer Aspekt habe ihn nachdenklich gemacht: die fehlende Reversion der Situation. Das bedeutet, dass zwar viele Menschen nach Afrika gehen, um einen Freiwilligendienst zu leisten, dies aber umgekehrt nicht der Fall ist. Schließlich sei es ihm jedoch gelungen, ein „ inneres Team“ zu bilden und die verschiedenen Stimmen zu einen.


Karl2Sind die verrückt oder bin ich verrückt?

Während seines Aufenthaltes hat Herr Kelschebach durchaus bereichernde Erfahrungen machen können. Diese waren zwar manchmal durchaus auch mit Enttäuschung verbunden, zum Beispiel wenn einige seiner SchülerInnen unpünktlich zu einer Verabredung kamen, aber es gab vor allem viele schöne Erfahrungen. Dabei erinnert sich Karl Kelschebach gerne an einen Obstverkäufer, der ihn mit zum Gottesdienst nahm. In dieser katholischen Messe habe eine lockere Stimmung geherrscht. Das „Amen“ werde laut und beschwingt herausgerufen und der Gottesdienst sei durchaus eine Quelle der Kraft.

Und insgesamt resümiert der „Abenteurer“, dass es durchaus vorteilhaft sei, diese Erfahrungen zu machen, nicht nur für den Lebenslauf.

Karl3The danger of a single story

Das sehenswerte Video “The danger of a single story” (http://www.youtube.com/watch?v=D9Ihs241zeg) beschreibt das Leben von Chimamanda Adichie. Insbesondere wird darin darauf hingewiesen, dass sich Menschen in Europa und den USA ein stereotypes Bild von den Menschen in Afrika machen, z.B. dass alle Afrikaner arm sind. Dies sei für die meisten Afrikaner nicht unzutreffend, aber es sei ein unvollständiges Bild.

Auch er sei mit dieser „single story“ nach Afrika gefahren, habe dort die Menschen aber in ihrer Vielschichtigkeit kennen gelernt.

Europäischer Freiwilligendienst

Nach dem Vortrag von Karl Kelschebach wurde ein weiterer Vortrag gehalten über die Möglichkeiten, wie man sich für ein Freiwilliges Jahr bewerben kann. Dazu sind drei Partner nötig: der Freiwillige, die Aufnahmeorganisation und der Vermittler. Folgende Internetadressen wurden für Interessierte sehr empfohlen:

http://ec.europa.eu/youth/evs/

http://www.youthnetworks.eu

http://blog.youthnetworks.eu 

 

Marie Hölscher ist Schülerin des 12. Jahrgangs. (3/3.2.2013)

 

Beiträge zum Thema im NGO Onlinemagazin:

 

 

 

 
 

Terminkalender

16. Juni

Entlassung der Abiturienten
11:00

17. Juni

Abiball
20:00 Weser-Ems-Halle

19. Juni

Sommerpromenade
18:00

21. Juni

Zeugnisausgabe
9:45

22. Juni - 2. August

Sommerferien

--------------------------------------

> Kulturkalender

Suche

NWZ Jobbörse

Vorlage_position_rechts_nwz

Studienwahl

Studienfach eingeben:
Erweiterte Suche
 

Stipendien

logo_mystipendium

 Home