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Ehemalige

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Seattle hat mein Herz im Sturm erobert PDF Drucken
Ehemalige - Im Ausland

Ehemalige NGO-Schülerin als Au Pair in Seattle/USA: „Kannst du mich mal eben kneifen, mir kommt das alles so unreal vor."
Das war das erste Mal, nachdem ich "Goodbye Deutschland" gesagt habe, dass ich das alles nicht glauben konnte: Ich war in New York City, in Manhattan. Zusammen mit 140 anderen Au Pairs aus aller Welt.
Es war alles so aufregend, so neu, so unreal, so unbekannt und doch haben wir uns alle irgendwie direkt zusammengehörig gefühlt, denn wir alle hatten die gleichen Gefühle und standen am Anfang unseres großen Abenteuers.norwegen
Die erste Woche in New York - in der Training School auf Long Island - ging viiiel zu schnell um. Dann, auf einmal und viel zu früh, hieß es schon wieder Abschied nehmen: Abschied von meinen West-Coast-Au-Pairs-Klassenfreunden aus Kolumbien, Frankreich, Australien, Dänemark, Österreich, Polen, Schweden, Norwegen und Deutschland, und all den anderen liebgewonnenen, neuen Freunden aus aller Welt.
Das zweite Mal verabschieden in viel zu kurzer Zeit - und wieder flossen Tränen.

 

Mit norwegischer Freundin auf nach Seattle

Doch zum Glück war meine Lieblingsfreundin aus Norwegen noch bei mir, um meine Hand zu halten und mit mir zusammen nach Seattle zu fliegen, mit mir zu reden und viel zu lachen.
Tausende Meilen, viele Stunden und drei Zeitzonen später landen wir - endlich - in unserem neuen Leben, betreten die Kofferbandhalle und stellen voller Schreck fest, dass diese auch für alle „Abholer" offen ist.
Mir rutscht das Herz in die Hose. Ok, ich wusste, dass ich meine Gastfamilie ganz bald sehen würde... doch schon jetzt?
Siljes Gastvater kommt direkt auf uns zu.
Jetzt bin ich alleine, ganz alleine.
So viele Menschen, wie soll ich bloß meine Gastfamilie finden? Erkenn ich sie? Erkennen sie mich? Wo sind sie?
"Graedda!", höre ich es auf einmal aus der Menge und die zwei goldigsten Kinder - meine Gastkinder - kommen auf mich zu gerannt, in Schlafanzug und mit offenen Armen und geben mir eine dicke Umarmung, dicht gefolgt von meiner Gastmutter. Wow! Was für ein Empfang!
Durch all meine Mails, Telefonate und Skype-Gespräche hatte ich schon über die letzten sechs Monate Kontakt mit meiner Gastfamilie und hatte sie bereits lange, bevor ich ankam, ins Herz geschlossen, doch jetzt, wo sie, oder eher ich, da waren, wusste ich, dass ich die richtige Entscheidung getroffen hatte, und von Anfang an war klar; ich fühle mich wohl und hab nicht nur ein zweites Zuhause, sondern auch eine zweite Familie....1000de Kilometer weg von zu Hause.
Noch etwas vom Jetlag und generell zu wenig Schlaf gerädert und voller Aufregung habe ich alles auf mich wirken lassen. „Zu Hause" angekommen habe ich meinen Gastpapa, den Hund und die Katze und das Haus kennen gelernt und bin todmüde in mein Zimmer gegangen... aber Moment. Wie kommen denn meine Fotos von meiner Familie und meinen Freunden in die Bilderrahmen in meinem Zimmer?
Was ein Glück ich doch habe, ist mein letzter Gedanke, bevor ich mit einem Lächeln auf den Lippen einschlafe.

Nun beginnt mein neues Leben

kinderEin Leben voller kleiner und großer Abenteuer, neuer Menschen, neuer Blickwinkel, unvergesslicher Erinnerungen - mein Leben voller Sonntage.
In der Woche arbeite ich normallerweise von morgens bis zum Abendessen - mit 2 1/2 Stunden Pause. Meine kleinen fünfjährigen Zwillinge sind meistens Zucker, auch wenn sie mal anders können, und wir haben gemeinsam immer Spaß und eine gute Zeit:
Wir spielen, ich lese vor, lerne alles (wirklich alles) über Dinosaurier, sorge für unser leibliches Wohl, wir malen, basteln, machen Ausflüge, gehen (ok, ich bin in Amerika, wir fahren) zum Spielplatz, lernen Fahrrad fahren, lesen, schreiben und rechnen und und und.
Und wenn ich mal traurig bin, muntern meine zwei kleinen "Buddies" mich auf:
„I drew this picture for you because I knew it`d cheer you up!"
“I love you all the way to the moon and back. “
"You`re just so funny, you`re the best Au Pair ever - I love you!"

Freizeit

Doch trotz der guten Zeit mit den Kids ist Freizeit immer langersehnt. In der Woche heißt Freizeit mit meiner Familie und Freunden skypen, Familien(TV)Abend, mit den Mädels auf einen Kaffee bei Starbucks treffen, zum Fitness oder zum College gehen und natürlich das Beste: Handballtraining, aber auch mal eben nach Downtown-Seattle fahren, viel shoppen und ins Kino gehen, sich beim besten Eisladen Schokoschockeis gönnen und vieles mehr.

Bisherige Highlights

freewayAm Wochenende, das ich eigentlich immer frei habe, liegt immer etwas Tolles an. Zu den unvergesslichen Highlights gehören bis jetzt: New York City, mit über 290km\h aus 4km Höhe mit einem Fallschirm auf dem Rücken aus einem Flugzeug springen, zum Mount Rainier fahren, im „deutschen" Ort ein Wochenende Oktoberfest feiern, nach Eastern Washington fahren, um in einem im Canyon gelegenen Amphitheater Stunden auf dem John Mayer/Keith Urban-Konzert zu verbringen, „mal eben" nach Kanada fahren, nur um Handball zu spielen, den Huskies (University of Washington Footballteam) beim Siegen zugucken, die Feiertage erleben, meine Gastgroßeltern auf einer Insel besuchen und enttäuscht sein, weil man aus dem Wohnzimmer keine Wale sehen kann, Besuch von den Eltern zu bekommen, mal ein Wochenende nach San Francisco zu fliegen und weiter Trips nach Arizona, Chicago, wieder San Francisco und New York planen

Manchmal ist mein Deutsch weg

Neben all diesen Abenteuern ist es wichtig, eine beste Freundin aus einem anderen Land zu haben und manchmal ist es komisch, deutsch zu sprechen, vor allem, wenn Begriffe auf Deutsch entfallen oder man mitten im Satz auf einmal ins Englische wechselt, weil es vertrauter ist, oder wenn man deutsch schreibt und weiß, dass man einen grausamen grammatikalischen Fehler gemacht hat, aber einfach nicht weiß, wie man es besser machen kann, oder ihn einfach nicht findet.

Woher nahm ich bloß den Mut?

All das ist das Größte für mich und auch wenn ich nicht weiß, woher ich den Mut und die Entschlossenheit genommen habe, um mich als Au Pair zu bewerben, in einem anderen Land zu leben, ohne meine Familie und Freunde, bin ich so glücklich und dankbar hier zu sein und all diese tollen Erfahrungen machen zu dürfen!!!!

Mit 5 wollte ich Prinzessin werden. 
Mit 8 wollte ich wie meine Mama werden. 
Mit 10 wollte ich Stimmenimitator werden.
Mit 12 wollte ich Grundschullehrerin werden.
Mit 16 wollte ich immer noch Lehrerin werden.
Mit 18 wollte ich Lehrerin werden und bilingual unterrichten.
Mit 20 wollte ich... ähm bin ich von allem etwas und ÜBERGLÜCKLICH!!!


Liebste Grüße aus der Ferne, aus Seattle - der Stadt, die mein Herz im Sturm erobert hat-

Eure Greta


P.S.: Wenn ich euer Interesse hinsichtlich eines Au Pair Jahres nach dem ABI geweckt habe und ihr Fragen habt oder so, schreibt mir gerne jeder Zeit (bei Facebook oder eine Email: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. ).
Ich kann jedem nur empfehlen, den Mut aufzubringen, sich zu überwinden und den Schritt ins Abenteuer zu wagen - ich habe es noch keine Sekunde bereut! (1/9.1.2011)

 
 

Terminkalender

16. Juni

Entlassung der Abiturienten
11:00

17. Juni

Abiball
20:00 Weser-Ems-Halle

19. Juni

Sommerpromenade
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22. Juni - 2. August

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